Christian Lange MdB

Parlamentarischer Staatssekretär
bei der Bundesministerin der Justiz
und für Verbraucherschutz

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Christian Lange MdB

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Staatssekretär
beim Bundesminister
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Verbraucherschutz

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Pressemitteilung vom 08.11.2018

Gedenktag 9. November - 80 Jahre Novemberpogrome

Lange: „Der 9. November 1938 ist einer der dunkelsten und schlimmsten Tage der Geschichte Deutschlands“

Der Parlamentarische Staatssekretär und SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange nimmt im Rahmen des 80. Jahrestags der Novemberpogrome von 1938 an zahlreichen Gedenkveranstaltungen teil, um an die schrecklichen Verbrechen der NS-Zeit zu erinnern, u.a. auch bei einer Gedenkveranstaltung mit dem Brandenburgischen Staatsorchester und Yad Vashem in Frankfurt an der Oder, bei der er die Gedenkansprache hält.

„In nur wenigen Tagen brannten vor genau 80 Jahren in Deutschland über 1400 Synagogen oder jüdische Einrichtungen, mehr als 400 Menschen wurden ermordet, Tausende Wohnungen, Geschäfte und Friedhöfe wurden zerstört und geplündert; 30 000 Juden wurden inhaftiert“, so Lange.

„Der 9. November 1938 ist einer der schlimmsten und dunkelsten Tage in der Geschichte unseres Landes. Es war ein staatlich inszenierter Zivilisationsbruch, nicht nur verübt von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von Menschen, die bis dahin Nachbarn waren. Das erfüllt mich auch nach 80 Jahre mit Scham und Entsetzen. Ich habe in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Überlebenden sprechen können, die mir ihre Erlebnisse geschildert haben. Wurden Juden in Deutschland schon seit 1933 immer zunehmend schikaniert, steht der 9. November 1938 für den Beginn der Vernichtung des jüdischen Lebens. Die Verbrechen von damals machen einen noch heute sprachlos“, so Christian Lange. 

„Es ist umso unerträglicher, dass auch im Jahr 2018 in unserem Land Synagogen, jüdische Kindergärten, Schulen und Gemeindehäuser von der Polizei beschützt werden müssen. Dass auf Demonstrationen offen antisemitische Parolen skandiert oder israelische Fahnen verbrannt werden. Dass im Internet gegen Juden gehetzt wird oder Juden, die eine Kippa tragen, auf offener Straße angegriffen werden. Hier ist weiter und wieder großer Handlungsbedarf. Dies wollen und dürfen wir nicht zulassen. Ein erneuter Rechtsruck der Gesellschaft bedeutet mehr als nur veränderte Sitzverteilungen in den Parlamenten, sondern bringt mit sich, dass eine gefährliche Weltanschauung in der Gesellschaft wieder hetzerische Parolen verbreitet. Wir als Zivilgesellschaft sind gefragt an diesem Tag innezuhalten und den Opfern zu Gedenken. Dieser Tag muss für uns ein Mahnmal sein", so der SPD- Bundestagsabgeordnete Christian Lange.

„Antisemitismus ist heute nicht „nur“ ein Problem von Rechtsextremisten, Linksradikalen oder Islamisten, sondern man findet ihn auch in der Mitte der Gesellschaft. Hier sind wir alle gefragt, Zivilcourage zu zeigen, wenn in unserem Umfeld antisemitische Parolen oder Sprüche zu hören sind, sei es am Stammtisch, im Sportverein, an der Universität oder im Kollegenkreis“, so Lange weiter.

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