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Pressemitteilung vom 18. November 2011
Volksabstimmung Stuttgart 21
Christian Lange: „Ich werde mit NEIN stimmen. Wir brauchen S21!"
Der Gmünder SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange wird bei der Volksabstimmung am 27. November 2011 mit NEIN stimmen, um das Projekt Stuttgart 21 zu ermöglichen.
„Die Volksabstimmung zum umstrittenen Projekt Stuttgart 21 ist ein großer Erfolg der neuen Landesregierung. Wir Sozialdemokraten haben diese Volksabstimmung durchgesetzt, um Gegner und Befürworter des Projekts miteinander zu versöhnen. Wir erinnern uns alle, wie tief der Graben gewesen ist - und die damalige schwarz-gelbe Landesregierung unter Mappus tat nichts, um diesen zu überwinden - im Gegenteil. Mit der Volksabstimmung haben wir nun die Möglichkeit, die Bevölkerung erstmals direkt entscheiden zu lassen. Und egal wie das Ergebnis ausfällt, müssen Demokraten es akzeptieren!" so Lange.
„Gerade Schwäbisch Gmünd und der Ostalbkreis profitiert stark von „Stuttgart 21". Der Stresstest hat gezeigt, daß fast alle Menschen in Baden-Württemberg durch schnellere Verbindungen, kürzere Taktzeiten und umsteigefreie Durchgangslinien einen direkten Nutzen haben werden. So wird sich die Fahrtzeit von Aalen über Gmünd zum Stuttgarter Flughafen (stündlich!)um bis zu 40 Minuten verkürzen - und das Umsteigen entfällt. Außerdem werden die Aalener und Gmünder Bahnhöfe jetzt nicht nur stündlich, sondern künftig halbstündlich mit dem Stuttgarter Hauptbahnhof verbunden. Darüber hinaus wird es neue Direktverbindungen von Aalen/Schwäbisch Gmünd - Flughafen/Messe - Tübingen (stündlich!) und Aalen/Gmünd - Ulm (ebenso stündlich!) geben. Man sieht, es ist falsch, wenn behauptet wird, Stuttgart 21 sei einzig ein Stuttgarter Thema: auch wir in Schwäbisch Gmünd und im Ostalbkreis profitieren deutlich von S21", so Lange.
„Darüber hinaus müssen wir ganz ehrlich sagen: ein Ausstieg des Landes aus S21 würde gigantische Entschädigungsansprüche nach sich ziehen und damit andere Reformprojekte in Baden-Württemberg gefährden. Die von einigen Projektgegnern genannten 350 Millionen Euro entbehrt meiner Meinung nach, aber auch nach Ansicht vieler Experten von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie der Deutschen Bahn jeder realistischen Grundlage. Ich persönlich gehe davon aus, dass die Entschädigungsforderungen an das Land nach Lage der Dinge höher ausfallen werden, als der im Finanzierungsvertrag zu Stuttgart 21 zugesagte Anteil des Landes in Höhe von maximal 931 Mio. Euro, nämlich rund 1,5 Mrd. Euro! Diese Summe wurde bereits in der Schlichtung von Wirtschaftsprüfern für einen Ausstieg veranschlagt", so Lange.
„Daher werde ich am 27. November 2011 aus Überzeugung mit NEIN stimmen, damit Stuttgart 21 weitergebaut werden kann. Wir werden alle davon profitieren und ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von ihrem Abstimmungswahlrecht Gebrauch machen würden. Und ich erwarte von beiden Seiten, daß das Ergebnis der Volksabstimmung respektiert wird. Denn die Landesverfassung gilt für alle Baden-Württemberger", so Christian Lange.