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Pressemitteilung vom 09. September 2011
10 Jahre 9/11
Lange: „Wir dürfen die Opfer niemals vergessen"
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange gedenkt am 10. Jahrestag vom „9/11" den Opfern der barbarischen Anschlägen in den USA und erinnert sich, wie er den 11. September 2001 erlebt hatte:
„Am 11. September 2001 war ich in Berlin. Es war Sitzungswoche und ich arbeitete in meinem Abgeordnetenbüro, als ich die Nachricht bekam, dass in New York „irgendetwas Dramatisches" passiert sei. Ich schaltete sofort den Fernseher an und schaute fassungslos auf die Bilder von CNN. Ich war schockiert - und konnte, wie wohl die meisten Menschen, nicht begreifen, was ich sah", so Lange.
„Mein damaliges Büro befand sich Unter den Linden, unmittelbar gegenüber der US-amerikanischen Botschaft, die damals noch in der Neustädtischen Kirchstraße war. Von meinem Fenster konnte ich direkt auf die Botschaft schauen. Und plötzlich wurden nicht nur die Straßen gesperrt, sondern tauchten auch gepanzerte Wasserwerfer auf. Ich konnte das Haus vorerst nicht verlassen", so Lange weiter.
„Die Bilder von den einstürzenden Türmen in New York, die im Fernsehen zu sehen waren, wirkten wie ein Menetekel. Doch uns war allen klar, daß das leider Realität war. Die Bilder der verzweifelten Menschen, die durch die Straßen von Manhattan rannten, die Aufnahmen der Menschen, die verzweifelt in den Tod sprangen - Bilder, die bis heute fest in meinem Kopf verankert sind. Ich mußte nicht nur an meine amerikanischen Freunde denken, sondern mir war sofort klar, daß nach diesem Tag nichts mehr so sein würde, wie es zuvor gewesen ist", so der SPD-Bundestagsabgeordnete.
„Was mich persönlich immer noch schockiert ist die gewaltige Zunahme des Antisemitismus und der Abneigung gegenüber Israel nach den Anschlägen in New York. Ich kann es kaum glauben, wenn ich in Büchern, Zeitungen oder im Internet oft üble Verschwörungstheorien über die Anschläge lese. Daher ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der Toten der Anschläge zu gedenken, aber auch jede Form von Extremismus und Hass zu bekämpfen. Der Islamismus ist auch weiterhin eine große Gefahr für Demokratie und Menschenrechte. Wir dürfen nicht zulassen, dass Fanatiker den Islam für ihren Hass mißbrauchen - und wir müssen ihnen zeigen, dass Demokratie, Menschenrechte und Rechtstaat stärker sind als ihre Ideologie des Hasses und der Gewalt", so Lange.