... zurück zur

ÜBERSICHT

Pressemitteilung vom 25. August 2011

Geplanter Geh- und Radweg von Kirchberg an der Murr über die Kreisgrenze zur Schweißbrücke  

Christian Lange schreibt an Ludwigsburger Landrat Dr. Rainer Haas

 

Der Backnanger SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange hat an den Ludwigsburger Landrat Dr. Rainer Haas geschrieben. Hintergrund ist ein geplanter Geh- und Radweg von Kirchberg an der Murr über die Kreisgrenze zur Schweißbrücke.

In dem Schreiben von Christian Lange heißt es u.a.:

„im Rahmen meiner diesjährigen Sommertour habe ich unter anderem die Gemeinde Kirchberg besucht. Bei einem sehr interessanten und informativen Gespräch haben mich Bürgermeister Frank Hornek und viele Gemeinderäte unter anderem auch auf die Problematik zur Anlegung eines Geh- und Radwegs von Kirchberg Richtung Steinheim (bis zur Schweißbrücke) angesprochen.

An dieser vom Schwerlastverkehr stark genutzten Straße (dortiger Steinbruch, etc.) befindet sich lediglich ein Gehweg in einem baulich sehr schlechten Zustand. Aus Sicherheitsaspekten hat die Gemeinde Kirchberg bereits seit vielen Jahren auf die Notwendigkeit eines eigenständigen Geh- und Radweges hingewiesen. Wie mir berichtet wurden, hat der Rems-Murr-Kreis seit dem Jahr 2004  sich verstärkt dieser Thematik als begleitender Radweg zu einer Kreisstraße angenommen. Dieser Geh- und Radweg soll Teil eines durchgehend auszuweisenden "Murrtal-Radwanderweges" sein.

Aufgrund der zahlreichen Schutzgebiete im Murrtal wurde im Sommer 2010 ein Planfeststellungsverfahren zur Anlage dieses Geh- und Radweges eingeleitet. Das Planfeststellungsverfahren beinhaltet die im beiliegenden Lageplan vorgesehene Trasse mit einer Brücke über die Murr und dem weiteren Verlauf unterhalb des Rundsmühlhofes. Diese Trasse kam in Vorabstimmungen zustande, um die eigentlich "normale Trasse" entlang der Kreisstraße mit einer teilweisen Gehölzentfernung zu vermeiden. Im Laufe des Planfeststellungsverfahrens und den hierzu eingegangenen Einwendungen hat sich jedoch gezeigt, dass die Brücke bei einem 100-jährigen Hochwasser zu einer Erhöhung des Wasserspiegels um 7 cm führt. Nach Auffassung des Straßenbauamtes Rems-Murr muss wegen der aktuellen Rechtsprechung dies im laufenden Verfahren als sehr kritisch bewertet werden. Daneben wehren sich auch Anlieger des Rundsmühlhofes massiv gegen den Geh- und Radweg.

Die kürzeste Verbindung zwischen dem Kreisverkehr an der Schweißbrücke und der Grenze zum Rems-Murr-Kreis führt entlang der Kreisstraße 1606. In der durchgeführten Variantenuntersuchung aus dem Jahr 2004 wurde die Führung des Geh- und Radweges auf der Südseite der K 1606 aus technischer Sicht, aus Kostengründen und auch hinsichtlich der Auswirkungen auf Natur und Landschaft als günstig bewertet. Gegen diese Linienführung sprach nur der Einwand, dass bei dieser Lösung der Gewässerrandstreifen der Murr tangiert wird. Dieser unterliegt nach § 68b des Wassergesetzes für Baden-Württemberg einem besonderen Schutz. Gleichzeitig müssen auch einige Gehölze entlang der Straße entfernt werden. In die Murrböschung und deren Bewuchs ist überwiegend kein Eingriff erforderlich. Dies gilt aber nicht für den kurzen Abschnitt an der Kreisgrenze, an dem die Murr bereits nahe am Fahrbahnrand der Kreisstraße liegt. Hier könnte, ähnlich wie an der anderen Murrschleife zwischen 1+ 0,75 und 1+ 160, der Geh- und Radweg über eine auskragende Platte geführt werden, so dass ein Eingriff in die bestehende Murrböschung vermieden werden kann und der Bewuchs nur in geringfügigem Umfang beseitigt werden muss.

Der Fachbereich Straßenbau des Rems-Murr-Kreises hält diese Variante schon jeher für die günstigste. Auch das zuständige Referat des Regierungspräsidiums hat dieser Linienführung seine Zustimmung in Aussicht gestellt.

Erforderlich wäre nun, eine Übereinkunft mit Ihrem Landkreis hinsichtlich dieser Linienführung zu erzielen. Dabei geht es insbesondere um die Belange des Naturschutzes und um eine vernünftige Abwägung.

Ich denke, was im Rems-Murr-Kreis wenige 100 m zuvor erfolgreich vereinbart werden konnte, sollte doch auch an dieser Stelle möglich sein.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich persönlich für eine Lösung dieses Problems einsetzen würde - die von der Gemeinde Kirchberg angestrebte Lösung ist sicherlich im Wohle aller Beteiligten".