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Pressemitteilung vom 30. Juni 2010
Bundespräsidentenwahl
Lange: „Dritter Wahlgang bedeutet Putsch gegen Angela Merkel"
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange hat den notwendigen dritten Wahlgang bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten für Christian Wulff als Putsch gegen Angela Merkel bezeichnet.
„Zunächst möchte ich Christian Wulff herzlich zur Wahl zum neuen Bundespräsidenten gratulieren und ihm und seiner Familie alles Gute für die kommenden fünf Jahre wünschen", so Christian Lange.
„Doch gerade der dritte Wahlgang hat deutlich gemacht, dass das parteipolitische Gezerre von Angela Merkel dem Amt des Bundespräsidenten geschadet hat. CDU und FDP können stolz auf ihre Wahlfrauen und Wahlmänner sein, die sich frei entschieden haben und ihre Stimme in den ersten beiden Wahlgängen Joachim Gauck gegeben haben. Das zeigt, dass sie wirklich frei abgestimmt haben!", so Lange.
„Ich habe in allen drei Wahlgängen Joachim Gauck gewählt. Ich bin davon überzeugt, dass er der bessere Präsident gewesen wäre. Ich habe fast 2000 Emails in den letzten Tagen bekommen von Bürgerinnen und Bürger, die mich aufgefordert haben, „ohne Parteipolitik und Fraktionszwang" abzustimmen. Das habe ich getan. Diese riesige Unterstützungswelle für Joachim Gauck in Deutschland hat gezeigt, dass er ein Präsident der Herzen gewesen wäre", so Lange.
„Obwohl CDU, CSU und FDP eine breite Mehrheit in der Bundesversammlung hatten, war ein dritter Wahlgang notwendig, um ihren Kandidaten durchzusetzen. Der zweite Wahlgang bedeutete bereits einen Denkzettel für Angela Merkel. Der dritte Wahlgang ist ein klarer Putsch gegen sie. Die Wahl hat deutlich gemacht, dass schwarz-gelb am Ende ist", so Lange.