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Pressemitteilung vom 06.04.2010

Schwarzgelbes Ausbluten bei Erneuerbaren Energien gefährdet Jobs im Handwerk im Ostalbkreis und Rems-Murr-Kreis  

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange schreibt Kreishandwerksmeister Hans Kolb und Manfred Schneider von der Kreishandwerkerschaft Ostalb sowie Kreishandwerksmeister Roland Wöhr von der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr

 

„Schwarzgelb lässt die Förderprogramme für Erneuerbare Energien ausbluten und gefährdet bundesweit hundertausende Jobs, viele Beschäftigte wären von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit bedroht", schreibt Christian Lange. Das Handwerk ist der wichtigste Arbeitgeber und Anbieter von Ausbildungsplätzen in unserer Region. Außerdem schützen die energetischen Sanierungen an und in Gebäuden das Klima und halten die Energierechnungen bezahlbar.

„Die schwarzgelbe Bundesregierung verhält sich wie die Axt im Walde. Sie stutzt zusammen, kürzt, stoppt und fällt die Förderprogramme für Photovoltaik, Mini-Blockheizkraftwerke und Gebäudesanierung", kritisiert Lange. Deutsche Hersteller sind durch diese Programme erst zu weltweiten Marktführern geworden. Immer mehr Hausbesitzer sind bereit, mehr Geld in ihre Keller und auf ihren Dächern zu investieren, davon profitiert vor allem das Handwerk durch eine gute Auftragslage.

Lange rechnet vor: „Ein Euro Förderung hat jeweils mehr als sieben zusätzliche Euro private Förderung ausgelöst. So wurden bei Wärmedämmung und dem Programm für moderne Heizungen alleine in 2009 deutschlandweit mehr als 20 Mrd. Euro investiert." Diese Investitionen werden nun wegfallen. Im Gegenzug wird Schwarzgelb Investitionszuschüsse bis zu einem dreistelligen Millionenbetrag pro Großkraftwerke an EnBW, RWE, EON & Co. zahlen, obwohl die Energieriesen Rekordüberschüsse erwirtschaften.

Experten rechnen nun damit, dass die KfW schon Mitte des Jahres keine neuen Anträge auf Förderung zur Gebäudedämmung mehr annehmen kann und dann eine Auftragsflaute eintritt. Bei Wärmepumpen und Solarthermie ist dieser Fall schon eingetreten.

Lange: „Wir benötigen dringend eine bessere finanzielle Ausstattung und Wiedereinführung der Förderprogramme. Nur so erreichen wir die Klimaschutzziele, schaffen Jobs und helfen den Menschen, ihre Energierechnungen bezahlbar zu halten."