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ÜBERSICHT

Kolumne BKZ vom 14.08.2009

Arbeit schaffen!

Liebe Leserin, lieber Leser,  

auf meiner traditionellen Sommertour durch den Wahlkreis treffe ich Jahr für Jahr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, führe intensive Gespräche und erfahre aus erster Hand und ungefiltert, wo der Schuh drückt. In den drei Wochen, in denen ich durch den Backnanger Teil meines Wahlkreises  unter anderem in Spiegelberg, Großerlach, Althütte, Burgstetten, Weissach im Tal, Oppenweiler, Auenwald, Kirchberg, Aspach, Allmersbach im Tal, Sulzbach und natürlich in Murrhardt und Backnang unterwegs war, stand fast immer die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise im Mittelpunkt der Gespräche. Und obwohl wir uns in der schwersten Wirtschaftskrise seit 1929 befinden, freut es mich, mit welchem Optimismus die Menschen hier der Krise trotzen. Dennoch brachten viele mir gegenüber die Sorge zum Ausdruck, dass eine schwarz-gelbe Bundesregierung einen massiven  sozialen Kahlschlag bedeuten würde. Sie fürchten, dass Schwarz-Gelb eine relativ hohe Arbeitslosigkeit hinnehmen würde, weil diese ja auch die Arbeitnehmer und Jobsuchenden zu mehr Lohnzurückhaltung zwinge. Die Gespräche bestärkten mich in meiner Überzeugung, dass sich die Mehrheit eine Gesellschaft wünscht, in der jeder unabhängig vom Geldbeutel der Eltern faire Chancen bekommt und niemand in der Not im Stich gelassen wird. Darum geht es bei der Bundestagswahl am 27. September. Da fällt der so genannte Deutschland- Plan von Frank- Walter Steinmeier, in dem der SPD- Kanzlerkandidat darlegt,  was in Deutschland geschehen muss, um die Krise nachhaltig zu überwinden und neue Arbeitsplätze zu schaffen, auf fruchtbaren Boden. Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern hat gezeigt, dass die Menschen sich drängende Fragen stellen: Wo sollen Beschäftigung, Wachstum, Wertschöpfung und Wohlstand künftig herkommen? Was tut die Politik, damit so eine Finanzkrise nie wieder passiert? Wie stellt man sicher, dass Unternehmen langfristig investieren und verantwortlich agieren? Wir Sozialdemokraten sagen: Einfach weitermachen wie zuvor führt in die falsche Richtung. Wer die Zukunft gewinnen will, muss verändern wollen und den Aufbruch zum Besseren wagen. Das ist nicht leicht, doch es ist ohne Alternative. Wir müssen dafür sorgen, dass die Wirtschaft wieder den Menschen dient. Banken müssen in erster Linie für die Unternehmen da sein, statt die eigenen Renditen zu maximieren. Wir wollen, dass Unternehmen langfristig agieren und investieren. Dann fassen die Menschen wieder Vertrauen in unsere soziale Marktwirtschaft. Frank- Walter Steinmeier hat mit der Vollbeschäftigung ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, doch alles andere käme einer Kapitulation gleich. Die SPD gibt keinen Arbeitslosen auf und die Menschen wissen zu schätzen, das wurde mir im persönlichen Gespräch immer wieder verdeutlicht. Und wir haben allen Grund, selbstbewusst in die Zukunft zu schauen. Der Erfolg unserer Wirtschaft basiert auf dem Zusammenspiel von Großunternehmen, Mittelständlern und eng damit verflochtenen Dienstleistungen, zum Beispiel im Bereich Software. Kein anderes Land hat ein so dynamisches und innovatives Industrie- und Dienstleistungscluster. Das ist das Geheimnis des Exportweltmeisters Deutschland. Wir sind Globalisierungsgewinner, weil sozialdemokratische Regierungen gemeinsam mit der Wirtschaft in Deutschland um die Modernisierung und den Erhalt der Industrie gekämpft haben. Dafür werden uns mit Ihrer Unterstützung auch in Zukunft in der Regierungsverantwortung  einsetzen. 

Ihr  Christian Lange