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Pressemitteilung vom 13.02.2009
Lange: Friedrich Ebert - Der erste Bürgerpräsident
Anlässlich des 90. Jahrestages der Wahl von Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten im Februar 1919 erinnert der parlamentarische Geschäftsführer der SPD- Bundestagsfraktion Christian Lange an die Verdienste Eberts um die Demokratie in Deutschland. "Heute jährt sich zum 90. Mal die Wahl des Sozialdemokraten Friedrich Ebert zum ersten demokratisch gewählten Staatsoberhaupt in Deutschland. Damit stand erstmals ein Bürger an der Spitze des Landes, einer "aus dem Volke". In schwierigster Zeit führte er das Amt mit hoher persönlicher Integrität, Umsicht und demokratischem Selbstbehauptungswillen bis zu seinem Tode im Februar 1925. Diese Leistung gilt es auch 90 Jahre später zu würdigen", so Lange.
Wenngleich die Phase der ersten Deutschen Demokratie - 1918 bis 1930/33 - im Rückblick oft ausschließlich als das Scheitern der demokratischen Kräfte gesehen wird, so sage dies wenig über die aus, die wie Friedrich Ebert verantwortungsbewusst und entschlossen für diese Demokratie kämpften. "Wir leben in einer Zeit, in der die Demokratie, zumindest hier bei uns in Deutschland, vielen als etwas Selbstverständliches erscheint. Doch Demokratie ist und war nie eine Selbstverständlichkeit. Heute nicht und damals noch viel weniger. Friedrich Ebert war ein Demokrat in einer weitgehend undemokratischen Zeit, als Reichspräsident stand er an der Spitze einer Republik, auf der die Hypothek des verlorenen Kriegs des Kaiserreichs lastete und die von radikalen Gegnern der Demokratie umgeben war. Dieses konsequente Einstehen für die Freiheit aller, für die Demokratie sollte uns allen als Vorbild dienen", führt der Gmünder SPD- Bundestagsabgeordnete weiter aus.
So wird Christian Lange selbst in seinem Berliner Büro durch eine Büste Eberts täglich an die dessen Verdienste und die damit verbundene Mahnung, engagiert für Demokratie und Teilhabe einzutreten, erinnert. Eberts Beispiel helfe auch heute dabei, für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerüstet zu sein. "Friedrich Ebert kann uns hier und heute ein Vorbild sein, Demokratie nicht als Schönwetterveranstaltung zu sehen, sondern sie als unsere historische Aufgabe und Chance zu betrachten. Und wir müssen unsere Demokratie aktiv verteidigen gegen ihre Feinde von links wie von rechts. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass rechtsradikale Übergriffe deutschlandweit auf der Tagesordnung stehen. Erinnern wir also heute an die Verdienste Friedrich Eberts, um uns unserer Chancen und unserer Verantwortung für unsere soziale Demokratie bewusst zu werden".