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Pressemitteilung vom 17.10.2008

Zukunftsrunde für Backnang

 

Der Backnanger SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange hat aufgrund einer Kette von Misserfolgen für den Altkreis Backnang (die absehbaren Schließungen von Ericsson, des Backnanger Kreiskrankenhauses und des Wohnlandes), verbunden mit dem Verlust von  mehreren Hundert Arbeitsplätzen, sich an Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper gewandt und ihm eine „Zukunftsrunde Backnang“ vorgeschlagen, bei der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam die ersten Schritte aus der Krise Backnangs  erarbeiten sollen.
„Ziel der „Zukunftsrunde Backnang“ sollte der Vorschlag des Backnanger Oberbürgermeister Noppers für eine Nachnutzung des Kreiskrankenhauses Backnang sein, aber auch andere Varianten sollten erörtert werden, wie eine bevorzugte Beratung bei Firmenansiedlungen zugunsten Backnangs und ähnliche Wirtschaftsfördermaßnahmen.

 

Anbei der Brief von Christian Lange:

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

aufgrund der letzten Hiobsbotschaft für Backnang, der Schließung des Wohnlandes, und der Kette von Misserfolgen für den Altkreis Backnang, die absehbaren Schließungen von Ericsson und des Backnanger Kreiskrankenhauses, wende ich mich mit einem dringlichen Appell an Sie.
Wir sind uns sicherlich einig, dass die aktuelle Situation Backnang sehr schwierig ist: die beschlossene Schließung des Backnanger Kreiskrankenhauses mit über 600 Arbeitsplätzen, der Wegzug von Ericsson aus Backnang, ca. 400 Arbeitsplätze, und nun das Ende des Wohnlands in Waldrems mit über 110 Arbeitsplätzen: in nächster Zeit bedeutet dies der Verlust von Hunderten von Arbeitsplätzen, der schlimme Folgen für unsere Stadt, ja den gesamten Altkreis, haben wird!

Es gibt Erfolge, wie das Industriegebiet Lerchenäcker, die positive Entwicklung der Firma  Tesat Spacecom, der Bau des Seniorenzentrums am Aspacher Tor oder des BayWa-Neubaus mit der Schaffung von insgesamt mehreren Hundert Arbeitsplätzen, auf die wir Backnanger stolz sein können. Deshalb ist nicht Jammern angesagt, sondern Tatkraft!

Ich möchte Ihnen vorschlagen, den Präsidenten der Region Stuttgart samt seiner  Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart, den Landrat des Rems-Murr-Kreises samt seiner Stabstelle der Wirtschaftsförderung beim Rems-Murr-Kreis zu einer Krisensitzung nach Backnang einzuladen, um über neue Perspektiven für Backnang zu diskutieren und um Lösungsansätze auszuarbeiten. In einer Art „Zukunftsrunde Backnang“ sollen sämtliche wichtigen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammengebracht werden, um gemeinsam die ersten Schritte aus der Krise Backnangs zu erarbeiten. Dazu müssten meiner Meinung nach auch die lokalen Landtags- und Bundestagsabgeordneten, der Industrieverein Backnang, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und der Verein Stadtmarketing Backnang e.V. zählen.
Ihr eigener Wirtschaftsförderer mit seiner Erfahrung darf dabei natürlich auch nicht fehlen.

Ziel der „Zukunftsrunde Backnang“ sollte Ihr Vorschlag für eine Nachnutzung des Kreiskrankenhauses Backnang sein, aber auch andere Varianten sollten erörtert werden, wie eine bevorzugte Beratung bei Firmenansiedlungen zugunsten Backnangs und ähnliche Wirtschaftsfördermaßnahmen.

Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen und verbleibe somit

mit freundlichen Grüßen

Christian Lange