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Pressemitteilung vom 28.08.2008
Nobelpreisträger und Lange: Mindestlöhne sind kein Jobkiller!
Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD- Bundestagsfraktion Christian Lange wiederholt seine Forderung nach allgemeinen Mindestlöhnen. Lange betont, dass die neuesten Forschungs-ergebnisse des US-Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Solow klar die immer wieder vorgebrachte These widerlegen, dass Mindestlöhne Arbeitsplätze gefährden.
Die Forschungsergebnisse, die Solow während einer Konferenz der Wirtschaftswissenschaften mit 300 Nachwuchsökonomen in Lindau präsentierte, zeigen klar, dass negative Auswirkungen von Mindestlöhnen auf die Beschäftigung im Niedriglohnsektor von Ländern wie Deutschland in der Praxis nicht nachweisbar sind.
Christian Lange sieht dadurch die Forderungen der SPD nach Mindestlöhnen bestätigt: „Wir wollen gerechte Löhne für gute Arbeit. Unsere Position ist eindeutig: Menschen, die einer Vollzeiterwerbs-tätigkeit nachgehen, müssen von ihrer Arbeit auch menschenwürdig leben können. Solows Forschung zeigt, dass die Argumente der Gegenseite keine Basis haben. Mindestlöhne sind kein Jobkiller- im Gegenteil“.
Der SPD- Bundestagsabgeordnete stellt fest, dass die Gegner von Mindestlöhnen die Unternehmen in Deutschland scheinbar unterschätzen. Er verweist auf Solows Feststellung, dass Unternehmen die höheren Kosten oft durch höhere Produktivität ausgleichen können, wie neue Studien in den USA, den Niederlanden, in Dänemark, Frankreich, Großbritannien und Deutschland gezeigt haben. „Unserer Wirtschaft können Mindestlöhne nur gut tun. Denn die Unternehmen profitieren von Mindestlöhnen. Wir wollen, dass Produktivität und Qualität der Leistung im Wettbewerb entscheiden, nicht Lohndumping“, so Lange.
Auch wenn der Wirtschaftsnobelpreisträger sich gegen eine in Deutschland weit verbreitete Auffassung unter Ökonomen und Wirtschaftsverbänden stellt, dass Mindestlöhne automatisch zu höherer Arbeitslosigkeit führen, so steht er mit dieser Einschätzung dennoch keineswegs allein.
Auch der in Chicago lehrende Nobelpreisträger Robert Fogel sieht in Bezug auf den Niedriglohnsektor keine große Gefahr durch Mindestlöhne. Für Christian Lange steht deshalb fest,dass umfassende Mindestlöhne kommen müssen.
„Die Einführung von Mindestlöhnen ist eine handfeste Frage der Gerechtigkeit. Wir Sozialdemokraten werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass anständige Arbeit auch anständig bezahlt wird“.