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Pressemitteilung zur Sommertour 2008 vom 29.07.2008 

Lange fordert Recht auf Hauptschulabschluss

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange trifft die  „Aktion Jugendberufshilfe im Ostalbkreis (AJO)“

 

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange hat sich im Rahmen seiner Sommertour 2008  mit der Geschäftsführerin der AJO, Petra  Walter, in Schwäbisch Gmünd getroffen.

Im Mittelpunkt standen die geplanten Änderungen des Bundesarbeitsministers zum Sozialgesetzbuch II. Petra Walter informierte den Wahlkreisabgeordneten  über die geplante Streichung der sogenannten „sonstigen weiteren Leistungen“ in der Novelle.

Walter: “Zweidrittel unserer Stellen bei der AJO und bei anderen Trägern werden daraus finanziert. Wenn dieses bewährte Instrument gestrichen wird, können wir unsere Arbeit einstellen.“ Und sie ist erfolgreich: Bei Jugendlichen bis 25 Jahren und Frauen zwischen 25 und 58 Jahren hat die AJO eine Vermittlungsquote von 80 bis 90 Prozent. Lange: „Eine tolle Leistung, die nicht gefährdet werden darf, zumal fast 2/3 der Projekte im Ostalbkreis von einer Streichung dieses Instruments betroffen wären.“

Desgleichen warnte Petra Walter vor einer Überführung des Sozialgesetzbuches in eine reine Wettbewerbsituation nach deutschem oder gar europäischem Vorgaberecht. Walter:“ Wir brauchen bei sozialen Dienstleistungen, wie der Vermittlung in Arbeit und Weiterbildung, flexible und lokale Instrumente. Und Qualität!“
Diese drohen verloren zu gehen.

Walter und Lange begrüßten die von Arbeitsminister Scholz und den 16 Landesministern gefundene Grundsatzänderung zu den sogenannten Argen. Sie verbinden damit die Erwartung, dass die SGB II-Novelle doch noch einen stärkeren kommunalen und lokalen Einfluss erhält.

Lange: „Trotz der erfreulichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt dürfen wir uns nicht auf den Erfolgen ausruhen. Wir müssen insbesondere junge Arbeitslose schnell wieder in Arbeit bringen. Der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist eine gute Bildung – daher müssen wir uns noch wesentlich stärker für eine Bildungsoffensive einsetzen. Dabei muss aber klar sein: die Bildung der Kinder darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Daher setzen wir Sozialdemokraten uns massiv für Chancengerechtigkeit ein.“

„Über 500 000 aller Langzeitarbeitslosen haben keinen Schulabschluss. Daher werde ich mich aktiv dafür einsetzen, dass jede Bürgerin und jeder Bürger das Recht erhält, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Wir müssen mehr in die Bildung investieren – das ist die beste Waffe gegen Arbeitslosigkeit. Dafür setzen wir Sozialdemokraten uns ein“, so Lange.

Das würde die Chancen vieler Betroffener auf dem Arbeitsmarkt noch einmal deutlich verbessern, gerade im Ostalbkreis mit seinen hochqualifizierten Betrieben, gaben sich der Wahlkreisabgeordnete und die AJO-Geschäftsführerin überzeugt.

Die „Aktion Jugendberufshilfe im Ostalbkreis e.V. (AJO)“ wurde 1987 vor dem Hintergrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit von Einrichtungen der katholischen Kirche und Unternehmen aus dem Bereich der Jugendsozialarbeit gegründet.

Die Aufgabe der AJO war und ist die professionelle Beratung, Beschäftigung, Qualifizierung und Vermittlung von arbeitsuchenden Jugendlichen und Frauen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung.

„Ich unterstütze sehr die Arbeit der AJO. Das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AJO ist vorbildhaft – ihre Arbeit ist für unseren Kreis nicht mehr wegzudenken“, so Lange.