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Pressemitteilung vom 11.03.2008
Ericsson: Christian Lange schreibt an Bundeskanzlerin und Außenminister
Der Backnanger SPD-Bundestagsabgeordnete setzt sich für den Erhalt des Standortes Backnang ein und schreibt an Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie gleichlautend an Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier:
"Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
die Firma Ericcson GmbH ist einer der größten Arbeitgeber in meiner Heimatgemeinde Backnang. In einem aktuellen Beschluss der schwedischen Konzernführung wurde festgelegt, den kompletten Entwicklungsstandort in Backnang zu schließen und nach Oslo, Stockholm und/oder Mailand zu verlagern. Darüber hinaus soll der Marketing-Bereich nach Düsseldorf umgesiedelt werden.
Im Entwicklungsbereich sind etwa 265 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen; im Marketingbereich rund 200, von denen zwischen 50 und 60 sogar ganz entlassen werden sollen. Für die wenig noch verbleibenden Funktionen ist beabsichtigt, einen Standort näher bei Stuttgart zu suchen.
Als Backnanger Bundestagsabgeordneter erlaube ich mir hiermit, mich direkt an Sie zu wenden mit der dringlichen Bitte, sich bei der Konzernleitung in Schweden dafür einzusetzen, die Entscheidung zu überdenken und den Standort Backnang aufrechtzuerhalten. Ein Wegzug der Firma Ericcson hätte für den Wirtschaftsstandort Backnang katastrophale Folgen. Viele Bürgerinnen und Bürger, insbesondere die vielen Betroffenen mit ihren Familien, könnten das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft verlieren – zumal sie in den letzten Jahren vollen Einsatz für ihr Unternehmen erbracht haben. Bereits im vergangenen Jahr war von einer drohenden Schließung die Rede, diese wurde jedoch nach starken Protesten des Betriebsrats und der Arbeitnehmerschaft abgewandt. Umso fassungsloser wird die nicht nachvollziehbare Entscheidung aufgenommen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich persönlich bei der Konzernleitung für eine Änderung der Entscheidung zugunsten Backnangs einsetzen würden."