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Pressemitteilung vom 14.01.2008

Friedrich Ebert im Büro von Christian Lange

Seit einer Woche steht eine Büste vom ehemaligen Reichspräsidenten Friedrich Ebert im Berliner Büro des Parlamentarischen Geschäftsführers von Christian Lange.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Christian Lange, hat in seinem neuen Parlamentarischen Geschäftsführer-Büro in Berlin eine Büste von Friedrich Ebert aufgestellt.

Die Büste wurde 1945 nach der Befreiung in den Trümmern Berlins gefunden. Nachdem sie jahrelang im Archiv der SPD-Bundestagsfraktion „verstaubte“, holte sie Christian Lange in der vergangenen Woche zu sich ins Büro, um ihr einen würdigen Platz einzuräumen.

„Friedrich Ebert war ein Demokrat in einer weitgehend undemokratischen Zeit. Sein politisches Engagement begann  in der Zeit der Sozialistengesetze. Das hat ihn sehr geprägt. Dennoch stellte Ebert konsequent Pragmatismus vor Ideologie, Reform vor Revolution. Mit dem Ende des Kaiserreichs wurde Ebert zum ersten demokratisch gewählten Staatsoberhaupt Deutschlands – der erste Nichtadelige in dieser Position. Ebert sah sich als Reichspräsident nicht  nur seiner Partei, sondern allen Deutschen verpflichtet“, fasst Lange kurz die Biographie Eberts zusammen.

„Für mich als sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneten stellt sich oft die Frage, welche Lehren wir heute aus dieser Biographie ziehen können. Aus meiner Sicht zuallererst jene, dass die Demokratie eben nichts Selbstverständliches ist. Wir müssen unsere Demokratie immer wieder neu erkämpfen – und sie aktiv gegen die Feinde seitens Rechts- und Linksextremisten sowie seitens Islamisten verteidigen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich politischer Extremismus in Deutschland immer mehr ausbreitet. Daher kann uns Ebert ein Vorbild sein: Demokratie ist keine Schönwetterveranstaltung, sondern wir müssen sie als unsere historische Aufgabe und Chance betrachten. Dafür müssen wir eintreten, jeder für sich und alle gemeinsam“, so Lange.

„Aus diesem Grund habe ich die Büste von Ebert in mein Büro geholt. Ich denke, Friedrich Ebert ist nicht nur für uns Sozialdemokraten ein großes Vorbild“, so Lange.