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Pressemitteilung vom 29.08.2008 

SPD-Bundestagsabgeordneter Christian Lange trifft Heinz Franke, Vorsitzender des Vereins Kinder- und Jugendhilfe Backnang e.V. der Träger des Sozialen Warenhauses „SoWas“ ist

Wohngeld steigt durchschnittlich von 90 auf 150 Euro monatlich

 

Eine Erfolgsgeschichte eigener Art ist das Soziale Warenhaus „SoWas“, mitten in Backnang. Ca. 220 Kunden täglich, so erklärt Heinz Franke, der Vorsitzende des Trägervereins und sein Stellvertreter Klaus Althoff, dem SPD-Wahlkreisabgeordneten, besuchen das SoWas“. Davon ca. 150 Tafelkunden, die nicht Haushaltswaren oder Kleidung suchen, sondern Lebensmittel.

Margita Debreceni, die „gute Seele“ des „SoWas“ ist seit 12 Jahren dabei. Sie dirigiert die 20 Ehrenamtlichen, 20 1-Euro-Jobber, 2 Zivis und eine diverse Zahl gemeinnützig Tätige, so dass „der Laden läuft“. Auch eine ganze Schulklasse der Bodelschwingh-Schule in Murrhardt ist dabei, sie betreut den Bücherladen. Margita Debreceni: „Wir platzten aus allen Nähten.“ Und das Geschäft floriert. Heinz Franke: „Während es bei Bekleidung, Hausrat, Kinderspielzeug, Büchern usw. keinerlei Einschränkungen gibt, können Lebensmittel nur an Menschen mit einem begrenzten Einkommen abgegeben werden, wie ALG2-Empfänger, Kleinrentner oder kinderreiche Familien. Sie erhalten dafür einen Einkaufsausweis, der jährlich erneuert wird.“

Für Margita Debreceni ist das „SoWas“ aber mehr als ein Ort zum Einkaufen. „Hier kann geredet werden, hier gibt es auch mal einen Kaffee und selbst Beratung in schwierigen Lebenslagen gehört dazu.“

Christian Lange war beeindruckt. „Macht weiter so“, sprach er den Ehrenamtlichen Mut zu.

Lange: „Das „SoWas“ in Backnang gibt es schon seit 13 Jahren. Ich bin beeindruckt von dem guten Beispiel für Eigeninitiative, wie Menschen in Not sich gegenseitig helfen können. Im „SoWas“  können Menschen mit ökonomische und sozialen Einschränkungen hochwertige Waren, sowohl Nahrungsmittel, als auch Kleidung sowie gut erhaltene gebrauchte Waren zu einem Bruchteil des regulären Verkaufspreises erwerben. Außerdem konnten durch den Geschäftsbetrieb Arbeitsplätze für schwer vermittelbare arbeitslose Menschen geschaffen werden. Das „SoWas“ ist auch eine gute Möglichkeit für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, in diesem Projekt mitzuarbeiten und mit praktischer Sozialarbeit etwas zu bewegen. Dass mögliche finanzielle Überschüsse unmittelbar für die Arbeit des Vereins Kinder- und Jugendhilfe mit benachteiligten jungen Menschen verwendet werden, ist eine hervorragende Ergänzung des Angebots.“

Wichtig sei, dass jeder Einzelne im Rahmen seiner Möglichkeiten mit anpackt. Die Politikerinnen und -politiker der SPD-Bundestagsfraktion haben ihren Teil ebenfalls beigetragen. Die Einigung im Vermittlungsausschuss auf eine neue Lastenteilung bei den Grundsicherungsausgaben mache den Weg frei für die Anpassung des Wohngeldes.

Lange: „Die Anpassung ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit. Insgesamt wird das Wohngeld im Durchschnitt von 90 auf 150 Euro monatlich steigen. Seit sieben Jahren ist das Wohngeld unverändert. Mieten, Lebenshaltungskosten und Energiepreise sind in dieser Zeit teilweise stark gestiegen. Nun werden die Betroffenen - vor allem Rentner und Bedürftige, die keine SGB II-Leistungen beziehen - entlastet. Besonders profitieren werden Familien.“

Lange: „Damit ist sichergestellt, dass die Anhebung des Wohngeldes zum 1. Januar 2009 kommen wird. Mit der Einbeziehung der Heizkosten in die Wohngeldberechnung machen wir diese Sozialleistung zukunftsfest und helfen rund 850.000 Menschen in Deutschland. Aus dem Zuschuss zur Kaltmiete wird jetzt ein Zuschuss zur Warmmiete. Dies geschieht bewusst in Form einer Pauschale von rund 30 Prozent, damit weiter ein Anreiz zum Energiesparen gegeben ist. Darüber hinaus werden die Miethöchstbeträge und die Tabellenwerte erhöht. Zurzeit liegen die von den Wohngeldempfängern gezahlten Mieten in knapp 60 Prozent der Fälle über den gesetzlich festgelegten Höchstbeträgen. Die Anhebung der Tabellenwerte hilft vor allem Bewohnern einfacher Wohnungen mit Mieten unterhalb der Höchstbeträge. Damit tragen wir den durchschnittlichen Mietsteigerungen seit 2001 von acht Prozent Rechnung. Mit der Anhebung des Wohngeldes gelingt uns ein großer Schritt hin zu mehr sozialer Sicherheit. Wohnen darf nicht zum Luxus werden. Genauso wenig, wie angemessene Kleidung und Nahrungsmittel Luxus sein dürfen.“