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Pressemitteilung vom 20.07.2007
Schavan antwortet Lange:Beschäftigungsfähigkeit deutscher IT-Kräfte soll gefördert werden
Der Backnager SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange erhielt auf sein Schreiben an die Bundesminister Glos und Schavan wegen des Widerspruchs zwischen den befürchteten Entlassungen von deutschen Ingenieuren bei Ericsson in Backnang und der Initiative von Bildungsministerin Annette Schavan auf Zuzug ausländischer Ingenieure Antwort. Die Bundesbildungsministerin schrieb:
„Die Sicherung einer soliden Fachkräftebasis ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung, um den Innovationsstandort Deutschland international wettbewerbsfähig zu gestalten. Wir setzen dabei zwei Schwerpunkte. Zum einen geht es darum, das in Deutschland vorhandene Fachkräftepotenzial sowohl in der Breite als auch in der Spitze auszubauen. Hierzu bereitet die Bundesregierung eine nationale Qualifizierungsinitiative vor, die im Herbst verabschiedet werden soll. Diese umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung, die von Bund, Ländern, Unternehmen und Verbänden getragen werden.
Anderseits belegen Prognosen aber auch, dass angesichts der demografischen Herausforderung, vor der Deutschland steht, auch die gezielte Zuwanderung von hochqualifizierten Fachkräften in spezifischen Branchen notwendig ist. Deswegen setze ich mich neben der Stärkung der Aus- und Weiterbildung im Rahmen der nationalen Qualifizierung initiative auch für eine gezielte Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für entsprechende qualifizierte ausländische Spezialisten ein.“
Sie gab Christian Lange aber auch Recht:
„Ich teile Ihre Einschätzung, dass es besonders wichtig ist, die Beschäftigungsfähigkeit deutscher Ingenieure und IT-Fachkräfte nachhaltig zu sichern. Bereits der IT-Gipfel im Dezember 2006 hat sich des Themas Qualifizierung und Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit, insbesondere ältere IT-Fachkräfte, angenommen. Derzeit bereiten der Branchenverband BITKOM und die IG Metall eine Projekt „IT 50 Plus“ vor, das unter anderem darauf abzielt, beschäftigungskritische Kompetenzen zu vermitteln, um arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Ingenieure und IT-Fachkräfte wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Mein Haus wird diese Initiative im Rahmen des Kompetenzzentrums IT-Bildungsnetzwerke (KIBNET) begleiten und unterstützen.“
Lange fragt sich nun, was dies den betreffenden Ericsson-Mitarbeitern nützt. Er will sich mit dem Betriebsrat in Verbindung setzen, um ein Gespräch zwischen Betriebsrat und der Ministerin in Berlin anzuregen. Lange: “Wir brauchen für Backnang und Ericsson konkrete Aussagen, insbesondere auch von Bundeswirtschaftsminister Glos, der bislang schweigt.“