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Pressemitteilung vom 15.03.2007 

SPD für gerechte Löhne für gute Arbeit

Mit einer Kampagne bekräftigt die SPD ihre Forderung nach einer Einführung von Mindestlöhnen. Für den SPD-Abgeordneten Christian Lange ist es ein zentrales Anliegen sozialdemokratischer Politik, für gerechte Arbeitsbedingungen und damit auch für eine gerechte Entlohnung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu sorgen. "Die Kampagne ist eine wichtige Maßnahme, um die Bemühungen des Bundesarbeitsministers zur Einführung eines Mindestlohns in Deutschland zu unterstützen. Wir treten dafür ein, dass Menschen ihrer Arbeit unter anständigen Bedingungen nachgehen können. Das bedeutet ein klares Nein zu Lohndumping und ein Ja zu Mindestlöhnen.", so Lange.

So dürfe die Politik nicht einfach hinnehmen, "dass in Deutschland immer mehr Menschen in Armut leben , obwohl sie geregelter Arbeit nachgehen", so der  SPD- Parlamentarier. Tatsächlich arbeiten in Deutschland  rund 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte für Löhne, die weniger als 50 % des Durchschnittslohnes betragen. Angesichts dieser Problematik betont Lange, dass ein Zögern weit reichende Folgen hätte. "Dumpinglöhne haben gravierende Auswirkungen auf die Aufstiegschancen derjenigen, die im Niedriglohnbereich im wahrsten Sinne des Wortes festhängen. Denn wie aktuelle Studien belegen, haben sie nur geringe Aussichten die soziale Leiter hinaufzuklettern, selbst wenn sie  wie 60 % der Beschäftigten im Niedriglohnsektor über  eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen."

Doch besonders alarmierend erscheint Lange, dass diese negativen Effekte ungerechter Löhne nicht auf diejenigen beschränkt bleiben, die im untersten Lohnsegment beschäftigt sind, sondern über Generationen weitervererbt werden.  "Ohne jeden Zweifel, behindern Niedriglöhne die  Chancengleichheit in unserem Land.  Eine aktuelle Untersuchung der Arbeiterwohlfahrt zeigt, dass Armut die Schullaufbahn und die weitere Entwicklung  der Kinder ganz wesentlich beeinträchtigt. Wenn wir also heute nicht handeln, bleiben die Folgen über Jahrzehnte hinweg sichtbar. Das müssen wir verhindern."

Deshalb führt für  den SPD-Bundestagsabgeordneten auch kein Weg mehr an der Einführung von Mindestlöhnen  vorbei. "Wir brauchen  Mindestlöhne. Nicht um die Tarifautonomie zu untergraben, sondern um dort Lohndumping zu verhindern, wo Tarifverträge in Wirklichkeit nicht mehr allgemeinverbindlich sind und einen großen Teil der Beschäftigten nicht schützen. Mit der neuen Kampagne gegen Lohndumping trägt die SPD dazu bei,  hierfür ein Bewusstsein zu schaffen. Denn sozial ist nur die Vollzeitarbeit, von der Menschen auch leben können-  Gerechtigkeit gibt es nicht ohne gerechte Löhne."