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Pressemitteilung vom 20.10.2006

Gmünder Doppeladler-Standarte in Berlin

Christian Lange besucht Deutsches Historisches Museum
In der Ausstellung „Das heilige Römische Reich“ im Deutschen Historischen Museum (DHM) ist ein Stück Geschichte aus Schwäbisch Gmünd zu sehen.
Die Doppeladler-Standarte wurde von einem unbekannten Bildschnitzer wohl für den Einzug Kaiser Karls V. angefertigt, der die Reichsstadt Schwäbisch Gmünd vom 18.-20.Januar 1532 besuchte.

474 Jahre später besuchte der Gmünder SPD-Bundestagsabgeordnete   Christian Lange im DHM  in Berlin ein Stück der Historie Schwäbisch Gmünds.

Die Standarte zeigt einen doppelköpfigen, schwarzen Adler mit goldenen Schnäbeln, Nimben und Fängen, der auf der Brust das Wappen Kaiser Karls V. (regierte 1519-1556) trägt.
In der Zeit der Staufer entstand der doppelköpfige Adler als Symbol für den Kaiser, als Reichswappen in den Farben Schwarz-Rot-Gold, und wurde seit 1433 als Kaiser- und Reichswappen verwendet.
„Der Doppeladler unserer Standarte repräsentierte in Form und Farben das Reich, auf dessen Heiligkeit die beiden Nimben der Adlerköpfe hinwiesen, während der Kaiser zusätzlich in Form seines Wappens präsent war“, erfuhr Christian Lange.
Als Symbole für Kaiser und Reich diente die Standarte bis 1802, als mit der Eingliederung Schwäbisch Gmünds in das Herzogtum Württemberg die Reichsfreiheit endete. Die beiden Adler entgingen damals der Vernichtung von Reichssymbolen und gelangten über eine Privatsammlung ins Museum.

„So kann die Leihgabe aus Schwäbisch Gmünd, die sonst im Museum der Stadt Schwäbisch Gmünd zu sehen ist, in der Ausstellung im DHM noch bis 10.12.2006 auch in Berlin von einem internationalen Publikum bewundert werden“, so Christian Lange.