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Pressemitteilung vom 23.03.2006 

Lange: Integration statt Stadt- Land- Fluss

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange erteilt dem Vorstoß des hessischen Ministerpräsidenten, Roland Koch, nach einem Einbürgerungs-Fragebogen eine klare Absage. In der vergangenen Woche hatte der CDU-Ministerpräsident ein Einbürgerungskonzept vorgelegt, das im Sommer als Gesetzesinitiative in den Bundesrat eingebracht werden soll. In dem Fragebogen ist neben ausreichenden Deutschkenntnissen und einem Loyalitäts-Schwur auf die Verfassung auch ein Wissenstest enthalten. Einbürgerungswillige müssen darin rund 100 Fragen zu geografischen, politischen, geschichtlichen und kulturellen Aspekten Deutschlands beantworten.

Lange: „Integration funktioniert nicht über das Abfragen von  Mittelgebirgen und Flüssen.  Dabei ist klar, dass jeder, der die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen will, klar zur Verfassung stehen und die deutsche Sprache beherrschen muss. Der entscheidende Maßstab bleibt die Anerkennung unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und damit haben Fragen nach deutschen Philosophen oder Mittelgebirgen  wenig bis nichts zu tun.“
Auch Kochs Pläne, den Test notfalls im Alleingang einzuführen lehnt Christian Lange vehement ab. Lange: „Die Tests bewegen sich nicht nur haarscharf am Rand der Lächerlichkeit, sie sind auch nicht sachgerecht. Wir lösen unsere Probleme im Bereich der Integration nicht, indem wir mit unseren  Einbürgerungswilligen Stadt- Land- Fluss spielen.“
Stattdessen schlägt der Backnanger Abgeordnete vor, vernünftige Einbürgerungskurse einzurichten. Zudem spricht er sich für die Förderung der individuellen Sprachkompetenz aus. Lange: „Wir müssen diejenigen fördern, die ihren Willen zur vollen Integration durch ihren Einbürgerungswunsch zum Ausdruck bringen.“ Gleichzeitig spricht der Backnanger Wahlkreisabgeordnete sich für Regelabfragen beim Verfassungsschutz aus: „Das trägt mehr zu unserer Sicherheit bei als jedes  Einbürgerungsquiz. Denn in einem sind wir uns ja alle einig: „Wir wollen niemanden, der sich hier einschleicht und das Land unterminieren will“.