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Pressemitteilung vom 07.03.2006

Der Landrat informiert Lange über die Versorgungssituation im Zusammenhang mit der Vogelgrippe

Der Backnanger SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange erhielt auf seine Anfrage an Landrat Johannes Fuchs, wie die Versorgungssituation in unseren Kreiskrankenhäusern im Falle des Ausbruchs einer Pandemie beim Menschen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe sei und welche Maßnahmen eingeleitet wurden folgende Antwort:

Landrat Fuchs antwortete dem Wahlkreisabgeordneten, aufgrund der Diskussion zum Thema Vogelgrippe hätten sich die Rems-Murr-Kliniken bereits im vergangenen Oktober auf eine mögliche Pandemie eingerichtet. Im Rahmen des Personalschutzes würden 1.700 Packungen (17.000 Tabletten) als Notfallvorrat eingelagert. Damit könnten im Katastrophenfall ca. 420 Personen versorgt werden. Damit sei die Abdeckung von ca. 20% des Personals erreichbar. Somit sei gewährleistet, dass die Krankenhäuser bei Ausbruch einer Pandemie Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ausreichend mit dem Medikament versorgen können und damit handlungsfähig bleiben.

Im regulären Bestand sei Tamiflu für die Behandlung von rund 80 Patienten in der Zentralapotheke des Landratsamts gelagert. Zudem sind 250 Tabletten monatlich reserviert, die jederzeit abgerufen werden können.

Ebenfalls seien auch Schnelltests zum Nachweis des Grippevirus, Schutzanzüge und Schutzmasken eingelagert.  Die Katastrophenschutzpläne wurden nochmals überprüft und aktualisiert.

Die Apotheke des Landratsamts sei zudem über die Landesapothekenkammer als Schwerpunktapotheke in die Pandemieplanung des Landes eingebunden und werde im Influenzapandemiefall für die Konfektionierung des Tamifluwirkstoffes Oseltamivir zur Verfügung stehen und damit einen Beitrag zur ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung leisten.

Johannes Fuchs weiter, „aus heutiger Sicht seien die Kliniken für einen möglichen Ausbruch der Vogelgrippe vorbereitet.“ Aufgrund der täglich neuen Berichte zum Ausbruch der Vogelgrippe würde vorsorglich eine zusätzliche Arbeitsgruppe eingerichtet, die gegebenenfalls weitere entsprechende Maßnahmen einleiten werde.

Im Fall einer Pandemie stehe der Bevölkerung das eingelagerte Tamiflu des Landes zur Verfügung. Der Landrat und der SPD-Bundestagsabgeordnete stimmen überein, dass es wünschenswert sei, dass man dem Beispiel anderer Bundesländer folge und eine 20%-tige Abdeckung der Bevölkerung sicherstelle und nicht nur 7,6%, wie zur Zeit in Baden-Württemberg. Lange: „Das muss sich ändern!“