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Pressemitteilung vom 17.02.2005

Mauterhebung für B29 Mögglingen prüfen, Skepsis bei Lange wegen Folgen für Unternehmen im Ostalbkreis: Mauterhebung sinnvoll??

Lange trifft Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Achim Großmann -
Verkehrssituation in Mögglingen war sein Thema:

Der Gmünder SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange hat im Zusammenhang mit der Debatte über die Zunahme des LKW-Verkehrs in Mögglingen dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Achim Großmann gemeinsam mit Schwäbisch Gmünds Oberbürgermeister Wolfgang Leidig einen Besuch abgestattet. Zu diesem Termin wurde auch Langes Kollege, der CDU- Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle hinzu gebeten, da hier parteiübergreifend alle an einem Strang ziehen.

Während Oberbürgermeister Leidig den Tunnel in Schwäbisch Gmünd ansprach, widmete sich Lange der Situation in Mögglingen. Er übergab beim Besuch einen Brief, der die Gesamtsituation in ihrer vollen Dramatik für die Bürgerinnen und Bürger widerspiegelt.

Seit der Einführung der LKW-Maut ist der Verkehr auf der B29 drastisch angestiegen. Anhand einer umfangreichen Verkehrszählung, die seitens der Kreisverwaltung durchgeführt wurde, stieg der Anteil des Schwerlastverkehrs in Mögglingen auf rund 13 Prozent (nach den üblichen Zuwachsraten hätte der Anteil nach Angaben des Kreises bei höchstens 10 Prozent liegen dürfen). Da es in dieser Region keine größeren Veränderungen bei der Gewerbeansiedlung gibt, ist das Problem nach Angaben der Beobachter keineswegs „hausgemacht“. Das Straßenverkehrsamt hat an einem Tag eine Zunahme des Schwerlastverkehrs sogar um rund 34 Prozent gezählt. So wurden am 28.01.2005 21.128 Kraftfahrzeuge gezählt, davon 2.990 Lastwagen.

Lange: „Ich habe mich mit dem Problem der B29 in Mögglingen an den Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium gewandt und bat ihn, die Ergebnisse der Untersuchung in Mögglingen an die zuständige Stelle, die die Untersuchung durchführt, weiterzuleiten und eine Mauterhebung zu prüfen.“
In einer möglichen Mauterhebung sieht Lange jedoch nicht nur Vorteile: die wirtschaftlichen Folgen für die Region Ostwürttemberg wären dann die Erhöhung der Transportkosten für alle Unternehmen, auch im Ostalbkreis. „Ich bin da äußerst skeptisch, ob uns das in der Region Ostwürttemberg wirklich hilft. Trotzdem habe ich um eine Prüfung gebeten.“

„Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen beobachtet die Auswirkungen der Maut sehr genau,“ bekräftigte Staatssekretär Großmann. Derzeit würden sowohl manuelle als auch automatische Verkehrszählungen vorgenommen und mit Hilfe einer Studie die Größenordnung möglicher Verkehrsverlagerungen erfasst. Die notwenige gemeinsame Betrachtung von Modellrechnungen und Verkehrsanalysen werde eine gewisse Zeit benötigen. Aussagekräftige Ergebnisse würden für Herbst 2005 erwartet. „Dann werden auch Aussagen möglich sein, inwieweit die im Zuge der B 29 bestehenden LKW-Verkehrsbelastungen durch Ausweichverkehre infolge der LKW-Maut bedingt sind und welche Gegenmaßnahmen getroffen werden müssen,“ so Großmann.