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Pressemitteilung vom 14.06.2005 

„Wir kämpfen!“ 

Im beginnenden Bundestagswahlkampf suchen namhafte jüngere Politikerinnen und Politiker der SPD,so wie der Backnanger Abgeordnete Christian Lange, jetzt die offensive Auseinandersetzung mit den gegnerischen Parteien. „Wir wollen nicht mehr über Verfahren, Gerüchte oder Medienberichte streiten, sondern wir wollen kämpfen“, heißt es in dem eindringlich formulierten Aufruf, der unter der Adresse www.wirkaempfen.de im Internet verbreitet wird. Zu den 18 Erstunterzeichnern gehören unter anderem der Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck, der niedersächsische Fraktionsvorsitzende Sigmar Gabriel und die stellvertretende SPD-Vorsitzende Ute Vogt sowie Lange selbst.
In der Erklärung heißt es, Deutschland brauche „klare Entscheidungen“. „Deshalb sei der Entschluss von Gerhard Schröder und Franz Müntefering zu Neuwahlen am 18. September richtig gewesen. Jetzt aber müssten alle, die für unser Land Verantwortung übernehmen wollen, sich auch verantwortlich verhalten“, so Christian Lange.
Die Unterzeichner rufen ihre Partei zum Kampf „für ein modernes, wirtschaftlich erfolgreiches und gerade deshalb sozial gerechtes Deutschland“ auf sowie dezidiert „für einen Bundeskanzler Gerhard Schröder und einen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering, die nicht wie ihre Vorgänger zu feige waren, die Probleme in Deutschland beim Namen zu nennen und das Land zu modernisieren“.
Nun komme es darauf an, zu „kämpfen für die Erfolge, auf die wir Sozialdemokraten zu recht stolz sein können“ und „für das, was hinzukommen muss“. Als konkrete zukünftige Ziele sozialdemokratischer Politik werden „mehr Investitionen in Arbeit und Bildung statt unnötiger Subventionen“, „eine solidarische Bürgerversicherung bei Krankheit und Pflege, die von allen Menschen getragen wird“, sowie „Mindestlöhne und soziale Bedingungen, von denen man in Deutschland anständig leben kann“ genannt.
Hart attackieren die Verfasser der Erklärung die Oppositionspolitiker Angela Merkel, Edmund Stoiber und Guido Westerwelle: „ Sie haben Deutschland schon einmal regiert. Das Ergebnis waren 16 Jahre Stillstand, ohne die vieles heute in Deutschland einfacher wäre. Alle drei sind Gescheiterte von gestern, die sich jetzt als Retter von morgen aufspielen.“ Deshalb gehe es am 18. September um viel. „Darauf und auf nichts anderes wollen wir uns jetzt konzentrieren. Mit aller Kraft“, schließt die Erklärung.
Christian Lange und die anderen 17 Erstunterzeichner sind zuversichtlich, mit ihrem Aufruf in den nächsten Tagen eine breite Solidarisierungswelle im sozialdemokratischen Umfeld auszulösen. Unter www.wirkaempfen.de kann die Erklärung seit Sonntagmorgen im Internet gelesen und online unterzeichnet werden.