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Pressemitteilung vom 14.10.2005
Lange: „Gerhard Schröder wird als einer der großen Kanzler in die Geschichte eingehen“
Nach sieben Jahren als Bundeskanzler hat Gerhard Schröder seinen
Rückzug angekündigt. Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Backnang
/ Schwäbisch Gmünd Christian Lange bedauert, aber respektiert Schröders
Schritt. Lange: „Die persönliche Entscheidung Gerhard Schröders, einer
neuen Bundesregierung nicht angehören zu wollen bedeutet einen großen
Verlust für Deutschland. Dennoch gilt es diesen Schritt nach sieben
erfolgreichen Jahren in der Regierungsverantwortung zu respektieren.
Gerhard Schröder hinterlässt große Fußstapfen, jede Nachfolgerin und
jeder Nachfolger wird sich an ihm messen lassen müssen“. Für Lange
steht Gerhard Schröder damit in einer Line mit Willy Brandt und Helmut
Schmidt: „ Gerhard Schröder wird als einer der großen Kanzler in die
Geschichte eingehen. Sein konsequentes Eintreten für den Frieden und
sein Mut, die notwendigen Reformschritte auch gegen Widerstände
durchzusetzen werden den Menschen noch lange in Erinnerung bleiben.“
Eine neue Regierung muss für Lange den von Gerhard Schröder als
Bundeskanzler maßgeblich geprägten Reformprozess entschlossen
fortsetzen: „Eine große Koalition darf vor den großen Herausforderungen
nicht zurückschrecken. Wir haben in den zurückliegenden sieben Jahren
die Weichen gestellt, um die angesichts der veränderten globalen und
demographischen Rahmenbedingungen notwendige Modernisierung von Staat
und Gesellschaft sozial gerecht umzusetzen. Auch in einer großen
Koalition muss dieser sozialdemokratische Gestaltungsanspruch erhalten
bleiben, die zurückliegenden Bundestagswahlen haben diese Erwartung der
Bürger deutlich zum Ausdruck gebracht“. Auch für die durch die
vorgezogene Bundestagswahl nur unterbrochene Programmdebatte der SPD
müsse dies gelten: „Es darf programmatisch kein Zurück mehr hinter
Gerhard Schröder geben. Auf der Grundlage unserer Erfahrungen als
Regierungspartei gilt es nun, der sozialdemokratischen Erzählung ein
weiteres Kapitel hinzuzufügen und den sozialdemokratischen Grundwerten
Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität eine zeitgemäße, im praktischen
Handeln umsetzbare Interpretation zu geben. Dafür brauchen wir ein
zweites Godesberg“.