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Pressemitteilung vom 22.08.2005
Sommertour: Hetzenbühlhoffestbesucher lachten über CDU
Brutto – Netto, im Wortschatz der Angela Merkel scheint es diese Worte nicht mehr zugeben. Um nicht noch einmal an der Brutto-Netto-Kippe zu stranden, wird in Interviews ausschweifend erklärt, wie das denn nun zukünftig sein soll. Mit der Mehrwertsteuer und mit Brutto und Netto. Zugegeben, es ist ja auch schwer, im Wahlprogramm der Union den Überblick zu bewahren. Klar ist: Die Mehrwertsteuer soll steigen. Um mindestens zwei Prozentpunkte. Klar ist auch, dass dabei die ohnehin Schwächsten unserer Gesellschaft am stärksten belastet werden. Aber kümmerts die Kanzlerkandidatin der CDU? Für soziale Gerechtigkeit interessiert sich Frau Merkel ohnehin nicht. Was mit dem Geld, das die Steuererhöhung in die Kassen spülen soll, gemacht werden soll, weiß man dagegen ganz genau - sogar doppelt. Zum einen sollen mit den gesamten Zusatzeinnahmen die Lohnnebenkosten gesenkt und gleichzeitig ein Teil des Geldes zum Stopfen der Haushaltslöcher in den unionsgeführten Bundesländer verwendet werden. Geht nicht? Gibt’s nicht! Wer mit Politik aus einem Guss durchregieren will, darf sich mit profanen Kleinigkeiten wie Logik und gesundem Menschenverstand nicht aufhalten, scheint Angela Merkels Vorwahl-Motto zu sein. Da stören keine Finanzierungslücken über 40 Milliarden Euro im Wahlprogramm der CDU und Brutto und Netto kann man da ja ruhig mal verwechseln. Peinlich dieser Lapsus der Union-Kanzlerkandidatin. Noch peinlicher allerdings wie die CDU mit diesem Versprecher umgegangen ist. Da wurde flugs das „Wortlaut“-Interview der ARD-Sendung Bericht aus Berlin gleich zweimal verschlimmbessert und schließlich ganz von der Homepage genommen. Und Frau Merkel? Ignorierte alle Korrekturen und verkündete im Interview mit der Bunten, dass durch eine Senkung der Lohnzusatzkosten die Brutto-Löhne um ein Prozent steigen. Dies geht auch nicht, belegt aber, dass sie die Fälschung des Interview-„Wortlauts“ eher nicht eigenhändig vorgenommen hat.
Dennoch, diese Fragen muss man stellen: Kann es wirklich sein, dass die CDU im Umgang mit der Wahrheit seit der Parteispendenaffäre um Kohl, Koch und Schäuble nichts dazugelernt hat? Hat die CDU wirklich niemanden in ihren Reihen, der sich durch ein Mindestmaß an rhetorischen Fähigkeiten und ökonomischem Sachverstand der Rolle als Kanzlerkandidat gewachsen zeigt?
Soll Deutschland tatsächlich von einer Frau regiert werden, für die sowohl soziale Gerechtigkeit als auch ökonomische Grundbegriffe Fremdwörter zu sein scheinen? Nein! Angela Merkel hat nicht das Format um Deutschland in eine sichere Zukunft zu führen. Gerhard Schröder ist und bleibt der richtige Kanzler für unser Land!

Das Foto zeigt Christian Lange und Festbesucher