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Pressemitteilung vom 06.01.2005
Gmünder SPD-Bundestagsabgeordneter Christian Lange ergreift Initiative in Sachen Einbürgerungsfeier
Christian Lange hält es daher auch im Hinblick auf die weitere Integration für angemessen, dass Einbürgerungen im Ostalbkreis künftig in einem feierlichen Rahmen vollzogen werden.
Im Anschluss lesen Sie das Schreiben des Gmünder Abgeordneten Lange an den Landrat des Ostalbkreises.
Sehr geehrter Herr Landrat,
mit der Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit erwerben die
Ausländerinnen und Ausländer eine Vielzahl von Rechten und Pflichten.
Soweit die betroffenen Personen nicht aus einem anderen Mitgliedsstaat
der Europäischen Union stammen, erlangen sie mit der deutschen
Staatsangehörigkeit zudem die Unionsbürgerschaft und damit
Freizügigkeit in den übrigen Mitgliedstaaten der EU. Die Einbürgerung
stellt somit für die betroffenen Personen in rechtlicher Hinsicht wie
auch für ihre persönliche Lebensplanung ein bedeutendes Ereignis dar.
Ich halte es daher auch im Hinblick auf die weitere Integration für
angemessen, dass Einbürgerungen im Ostalbkreis künftig in einem
feierlichen Rahmen vollzogen werden, um den betroffenen Personen die
Bedeutung dieses rechtsbegründenden Staatsaktes stärker bewusst zu
machen.
Die Praxis bei der Aushändigung der Einbürgerungsurkunde
ist bislang bei uns im Ostalbkreis sehr nüchtern. Der zuständige
Sachbearbeiter händigt die Urkunde aus. Zuvor wurde im Rahmen eines
Einzelgesprächs die sogenannte Loyalitätsprüfung durchgeführt.
Ich
schlage vor, zukünftig die Aushändigung der Einbürgerungsurkunden im
Landratsamt im Rahmen einer Feierstunde stattfinden zu lassen, zu der
eine größere Zahl einzubürgernder Personen einzuladen ist. Der
Behördenleiter beziehungsweise die Behördenleiterin soll eine Ansprache
an die Neubürgerinnen und Neubürger richten, bevor die Urkunden
ausgehändigt werden. Außerdem sollen die Eingebürgerten ein Exemplar
des Grundgesetzes und der Landesverfassung erhalten. Die Nationalhymne
soll Teil der Feier sein.
Dieser Vorschlag basiert auf einem
Rundschreiben des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck
an alle Landräte und Oberbürgermeister kreisfreier Städte seines
Landes. Ich halte dies für eine nachahmenswerte Anregung, zumal vor
Jahrzehnten dies in Baden-Württemberg auch schon einmal üblich war.
Mit freundlichen Grüßen