Christian Lange MdB

Parlamentarischer Staatssekretär
bei der Bundesministerin der Justiz
und für Verbraucherschutz

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Verbraucherschutz

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Pressemitteilung vom 29.01.2020

Bundestag gedenkt Opfern des Nationalsozialismus in Gedenkstunde

Justizstaatssekretär Christian Lange: „Wir verneigen uns vor den Opfern des Nationalsozialismus!“

Anlässlich des 75. Jahrestages zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 hat der Deutsche Bundestag heute mit einer Gedenkstunde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Lange: „Dies ist das dunkelste Kapitel unseres Landes! Auschwitz steht für das schlimmste Verbrechen in der Geschichte der Menschheit. Nie vergessen dürfen wir die sechs Millionen jüdischen Kinder, Frauen und Männer, die durch Deutsche gezielt vernichtet wurden. Nie wieder darf es zu solchen Gräueltaten kommen. Wir verneigen uns in Demut vor den Opfern und ihren Nachkommen!“

„Ich hatte in den vergangenen Jahren das Glück, einige Überlebende der Shoah in Israel, aber auch in Deutschland kennen zu lernen, darunter auch Ruth Galinski, Witwe des Auschwitzüberlebenden und ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschlands, Heinz Galinski. Diese Begegnungen haben mich sehr berührt und geprägt“, erinnert sich der SPD-Bundestagsabgeordnete. 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau gibt es jedoch immer weniger Überlebende, die von den Geschehnissen berichten können. Um neue Formen des Erinnerns für die Zeit ohne Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu entwickeln, habe sich die SPD-Bundestagsfraktion für ‚Jugend erinnert‘ stark gemacht.

Justizstaatssekretär Lange: „Mit dem im vergangenen Jahr angelaufenen Bundesprogramm unterstützen wir große wie kleine Gedenkstätten bei der Entwicklung neuer pädagogischer Konzepte, die speziell auf Jugendliche ausgerichtet sind. Wir nehmen die Pflicht an, die Erinnerung wachzuhalten. Gerade in Zeiten, in denen Rassismus und Antisemitismus in Deutschland wieder aufflammen, wollen wir aus unserer Vergangenheit lernen.“

Lange weiter: „Dass sich 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz jüdische Mitbürger in Deutschland bedroht fühlen müssen, dass jüdische Schulen, Kindergärten und Synagogen von der Polizei beschützt werden müssen, dass antisemitische Demonstrationen in Deutschland stattfinden, ist eine Schande - und für uns alle ein Ansporn, die Erinnerung wach zu  halten, damit solche Taten nie wieder geschehen!“

„Wir haben in Deutschland, aber auch in Europa, insgesamt einen Ruck nach rechts erlebt in den letzten Jahren. Wenn wir eine Lehre aus Auschwitz ziehen können, dann die, dass wir uns gegen jede Form des Antisemitismus und Extremismus stellen und jeder Hetze Einhalt gebieten“, so Lange abschließend.

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