Christian Lange MdB

Parlamentarischer Staatssekretär
beim Bundesminister der Justiz
und für Verbraucherschutz

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Christian Lange MdB

Parlamentarischer
Staatssekretär
beim Bundesminister
der Justiz und für
Verbraucherschutz

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Kolumne für die Backnanger Kreiszeitung und die Murrhardter Zeitung am 31.12.2010

2011? Alles muss besser werden

Vorsätze gehören zu Silvester wie knallende Sektkorken. Gerade weil man über die besinnlichen Weihnachtstage endlich einmal Zeit hat, über sich und die Welt nachzudenken, ist der Wille zur Veränderung besonders groß. Doch oft genug verschwinden die hehren Absichten ebenso schnell wie der Rauch der Silvesterraketen. Ob es ums Abnehmen, mehr Sport oder darum geht, endlich weniger zu arbeiten und mehr Zeit für die Familie sich zu nehmen - oft scheitern die guten Vorsätze an der Realität. So bin ich mir ziemlich sicher, dass sich der VfB vor einem Jahr fest vorgenommen hatte, nie wieder eine so schlechte Hinrunde abzuliefern. Damals schrieb ich hier an gleicher Stelle über eine völlig verkorkste Halbserie, mit nur 16 Punkten aus 17 Spielen lag unser Bundesligist weit hinten in der Tabelle. Ein Jahr und drei Trainer später, ist davon nicht viel geblieben. Die Stuttgarter stehen sogar noch schlechter da als in der Vorsaison und liegen mit nur 12 Punkten auf einem Abstiegsplatz. In der damaligen Kolumne wies ich daraufhin, dass Parallelen zwischen der schwarz-gelben Bundesregierung und dem VfB  nicht gänzlich von der Hand zu weisen seien. Wie der  Verein für Bewegungsspiele war auch Schwarz- Gelb mit großen Vorschusslorbeeren gestartet und legte einen Katastrophenstart hin. Doch immerhin hatten die schwäbischen Fußballer ein Zwischenhoch, dass sie in der Rückrunde in der Tabelle weit nach vorne brachte. Bei Merkel und Westerwelle dürften wohl selbst eingefleischte Mitglieder von CDU und FDP Schwierigkeiten haben, einen Aufwärtstrend zu erkennen. Welche guten Vorsätze die Protagonisten auch immer gehabt haben mögen, besser geworden ist es nicht-im Gegenteil. Auf Milliardengeschenke für Lobbyisten folgt nun pünktlich zum Jahreswechsel ein Generalangriff auf das solidarische Gesundheitssystem.  Na denn Prost! Auch wir Sozialdemokraten hatten uns für dieses Jahr einiges vorgenommen. Nach dem Tiefpunkt bei der Bundestagswahl 2009 haben wir das Jahr 2010 genutzt, um uns zu sortieren und darüber nachzudenken, was wir in 11 Jahren Regierungsverantwortung falsch und was wir richtig gemacht haben. Und vor allem haben wir unzählige Gespräche geführt. Denn die besten Antworten können nur gemeinsam gefunden werden. Im intensiven Austausch, im Dialog mit Vereinen, Verbänden, mit Gewerkschaften und Unternehmen. Und vor allem mit den "Expertinnen und Experten in eigener Sache": mit den Menschen in unserem Land. Nun ist es Zeit in die Zukunft zu schauen. Denn 2011 ist ein entscheidendes Jahr. Hier bei uns in Baden-Württemberg wird am 27. März gewählt und Sie alle können dann entscheiden, ob mit Dr. Nils Schmid als Ministerpräsident ein neuer politischer Stil im Land Einzug hält oder ob Stefan  Mappus weiterhin über Ihre Köpfe hinweg regieren kann. Und auch bundespolitisch werden wir hier im Ländle die Weichen stellen. Man mag sich das Erdbeben in Berlin gar nicht vorstellen, wenn die CDU in Baden-Württemberg nach bald 60 Jahren die Macht verliert. Die Vorsätze von CDU und FDP  sind also nicht allzu schwer zu erraten. Ihnen geht es nur darum, die tiefen inneren Konflikte bis zur Landtagswahl zu übertünchen, um sich irgendwie ins Ziel zu retten. Und wie im vergangenen Jahr trau ich auch hier dem VfB deutlich mehr zu. Wie bei den Schwarz-Gelben in Berlin geht es auch hier um alles, doch während die Schwaben ihre Personalfragen bereits geklärt haben, wird in der Koalition fleißig an den Stühlen gesägt. Da wäre ein echter Politikwechsel für Deutschland und für Baden-Württemberg ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Es liegt in Ihrer Hand, ob er Wirklichkeit wird. Kommen Sie gut ins neue Jahr!

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