Christian Lange MdB

Parlamentarischer Staatssekretär
beim Bundesminister der Justiz
und für Verbraucherschutz

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Pressemitteilung vom 21.12.2010

Spende statt Weihnachtskarten

Lange stiftet drei weitere Stolpersteine zur Erinnerung an eine jüdische Familie aus Gmünd

Der Gmünder SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange verzichtet auch in diesem Jahr auf den Versand von Weihnachtskarten und spendet das Geld stattdessen für sinnvolle Initiativen im Wahlkreis.

In den vergangenen Jahren erhielten unterschiedliche Vereine oder Initiativen eine Spende, beispielsweise die Gmünder Aidshilfe oder die Obdachlosenbegegnungsstätte St. Elisabeth.

„Zwar freue ich mich, wenn ich Weihnachtspost bekomme, doch gleichzeitig sehe ich, dass jedes Jahr Unsummen für Weihnachtskarten ausgegeben werden und das Geld an anderer Stelle fehlt. Daher verzichte ich auch in diesem Jahr auf Weihnachtskarten und spende das Portogeld lieber einer guten Sache", so der SPD-Bundestagsabgeordnete Lange.

„Durch mein Engagement für die deutsch-israelischen Beziehungen habe ich in den vergangenen Jahren viele Überlebende des Holocausts kennen gelernt und viele Gespräche mit ihnen geführt. Das Leid und Schrecken, das diese Menschen erleben mussten, schockiert mich immer wieder. Der Völkermord an den europäischen Juden fand in aller Öffentlichkeit statt. Gerade auch in der Weihnachtszeit dürfen wir nicht vergessen, was damals passiert ist", so Lange.

„Auch bei uns in Schwäbisch Gmünd haben vor dem Holocaust Juden gelebt. So beispielsweise die Familie Kahn aus der Ledergasse 12. Sie betrieben dort zunächst eine Spielwarenfabrik und waren später als Händler tätig.

Schon gleich nach Hitlers Machtübernahme wurde die Familie terrorisiert. Der Sohn Leopold kam bereits 1933 für ein Jahr in das KZ auf dem Heuberg, die Familie zog 1938 nach Bad Canstatt. Der Vater Abraham verstarb in einem Zwangsaltersheim für Juden, seine Ehefrau Selma sowie Sohn Leopold wurden in Konzentrationslagern ermordet," so Lange weiter.

„Bald wird es keine Überlebende des Holocausts mehr geben, die durch ihre Lebenserzählungen uns Nachgeborenen von den Schrecken des Dritten Reiches berichten können. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, an die NS-Opfer zu erinnern. Daher möchte ich für die Familie Kahn in der Ledergasse drei Stolpersteine verlegen lassen, damit an sie auch in Zukunft erinnert und gedacht wird. Für mich gibt es kaum eine bessere Form der Erinnerung als die Stolpersteine, denn durch sie werden wir im Alltag zwangsläufig darauf hingewiesen, an die Toten zu denken. Und sie machen uns deutlich, dass der Völkermord mitten unter uns geschehen ist", so Lange.

Schon Anfang Oktober 2010 erwarb Christian Lange einen Stolperstein, als sich der Gmünder Mitorganisator Wolfgang Gundlach an ihn wandte.

„Zugleich unterstütze ich die Initiative „Weg der Erinnerung" von Wolfgang Gundlach. Der „Weg der Erinnerung" soll bis zur Bundesgartenschau 2014 entstehen und neben 25 Stolpersteinen auch drei Schautafeln an markanten Punkte der Stadt beinhalten, um an die getöteten Gmünder Juden zu erinnern", so Lange.

„An dieser Initiative können sich alle Gmünderinnen und Gmünder beteiligen. Gemeinsam mit Wolfgang Gundlach wünsche ich mir, dass dieses wichtige Projekt im Jahr 2011 erfolgreich installiert wird", so Lange.

 

Wolfgang Gundlach und Christian Lange

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