Christian Lange MdB

Parlamentarischer Staatssekretär
bei der Bundesministerin der Justiz
und für Verbraucherschutz

zu Christian Lange im BMJV »

Christian Lange MdB

Parlamentarischer
Staatssekretär
beim Bundesminister
der Justiz und für
Verbraucherschutz

Christian Lange im BMJV »

Pressemitteilung vom 26.06.2019

Christian Lange für (doppelte) Widerspruchslösung bei der Organspende

Justizstaatssekretär und SPD-Bundestagsabgeordneter Christian Lange unterstützt Gesetzentwurf von der Gruppe Spahn und Lauterbach für die (doppelte) Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz

84% der Menschen in Deutschland stehen einer Organspende positiv gegenüber, aber nur 36% sind im Besitz eines Organspenderausweises. Dabei sterben jeden Tag in Deutschland Menschen, weil sie kein lebensrettendes Organ bekommen.

Justizstaatssekretär Lange erklärt: „Es ist Zeit, dass wir wirklich etwas verändern. Einfach nur alle Menschen zu informieren klappt doch heute schon nicht. Die Pflicht der Krankenkassen, ihre Versicherten alle zwei Jahre per Post über die Möglichkeit der Organspende zu informieren, kostet jährlich zweistellige Millionenbeträge. Erhöht hat sich die Spenderzahl kaum.

Ob sich daran etwas ändert, wenn man bei jedem Besuch auf dem Bürgeramt oder beim Arzt auf die Möglichkeit der Organspende hingewiesen wird, darf bezweifelt werden. Weder auf den Bürgerämtern noch in den Arztpraxen ist genügend Zeit Menschen so anzusprechen, dass sie sich ernsthaft Gedanken über das Thema Organspende machen. Wenn man stattdessen nur auf ausliegende Broschüren aufmerksam macht, dann ist das keine spürbare Änderung zum Status Quo.“

Deutschland ist bei der Organspende eines der Schlusslichter in Europa. Mit der Widerspruchslösung könnte sich das ändern. Die Bedenken der Gegner teilt Justizstaatssekretär Lange nicht.

Christian Lange erklärt: „Eine Widerspruchslösung ist angemessen, so lange sichergestellt ist, dass Betroffene von der Notwendigkeit eines Widerspruchs wissen und keine überzogenen Anforderungen an die Erklärung eines Widerspruches zu stellen sind.

Bereits 20 weitere EU-Länder haben bereits eine Widerspruchslösung und dort werden dadurch tagtäglich auch keine Grund- und Menschenrechte gebrochen.“

Der Justizstaatsekretär betont: „Es gibt keine verfassungsrechtlichen Einwände gegen die Gesetzesinitiative, denn der Entwurf der Gruppe Spahn und Lauterbach entspricht dem Recht auf Selbstbestimmung. Jeder Mensch hat nach wie vor die Möglichkeit, sich zu Lebzeiten gegen eine Organspende zu entscheiden. Diese Regelung ist wichtig, um den tausenden Menschen Hoffnung zu geben, die auf ein lebensrettendes Organ warten. Deshalb habe ich mich in der ersten Lesung im Bundestag für die (doppelte) Widerspruchslösung eingesetzt“.

... zurück zur