Christian Lange MdB

Parlamentarischer Staatssekretär
bei der Bundesministerin der Justiz
und für Verbraucherschutz

zu Christian Lange im BMJV »

Christian Lange MdB

Parlamentarischer
Staatssekretär
beim Bundesminister
der Justiz und für
Verbraucherschutz

Christian Lange im BMJV »

Pressemitteilung vom 06.11.2018

Hochstufung in den vordringlichen Bedarf: Murr-Bahn und Rems-Bahn werden ausgebaut!

Justizstaatssekretär Christian Lange: „Dringender Handlungsbedarf auf hochbelasteter Bahnstrecke kann endlich angegangen werden!“

Lange: „Im Bundesverkehrsplan gab es bisher im Bereich Schiene 44 Projekte, die aufgrund nicht abgeschlossener Wirtschaftlichkeitsberechnungen noch im sogenannten Potentiellen Bedarf eingestellt waren. Diese Projekte steigen in den Vordringlichen Bedarf auf, sobald die Voraussetzungen dafür, ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) erfüllt sind. Betroffen davon ist auch die Ausbaustrecke (ABS) Stuttgart – Backnang/Schwäbisch Gmünd – Aalen – Nürnberg.“ 

Heute wurde nun die gute Nachricht überbracht: In die Untersuchung wurde sowohl die Strecke über Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental wie auch die Strecke über Schwäbisch Gmünd und Aalen mit einbezogen. Im Variantenvergleich erwies sich die Streckenführung über Backnang als gesamtwirtschaftlich vorteilhafter. Das Projekt umfasst den Ausbau der Strecke für den Betrieb mit Neigetechnikzügen bei einer Streckengeschwindigkeit von 160 km/h. Damit wird eine Beschleunigung der Fernverkehrsrelation Zürich - Stuttgart - Nürnberg erreicht. Es werden Gesamtkosten in Höhe von 255 Mio. Euro veranschlagt. Für notwendige Erweiterungsinvestitionen sind 162 Mio. Euro vorgesehen. Im Gutachtervorschlag Deutschland-Takt ist darüber hinaus der zusätzliche Ausbau der Strecke über Aalen mit der Rems-Bahn enthalten. Durch die verbesserte Verknüpfung der Achsen Zürich - Stuttgart und München - Berlin verbessert sich die Verbindungsqualität von Stuttgart in Richtung Berlin, da die Führung über Nürnberg dann die schnellste Route darstellt. Erreichbarkeitsdefizite zwischen Württemberg und Franken können abgebaut werden.

Dass der Ausbau der Murr- und der Rems-Bahn besonders dringend sei, davon könnten betroffene Pendler ein Lied singen: „2016 fielen beispielsweise auf der Murr-Bahn 168 Züge in Richtung Stuttgart aus, auf der Rems-Bahn 312 Züge; auf der Rückstrecke fielen auf der Murr-Bahn 152 Züge aus, auf der Rems-Bahn 278 Züge. In jeder Woche kam es im Schnitt  zu sechs Ausfällen auf der Murr-Bahn und zu elf Zugausfällen auf der Rems-Bahn. Auch wenn sich nach Angaben des Verkehrsministeriums in Stuttgart die Lage stabilisiert hat, fallen trotzdem viel zu viele Regionalzüge aus, vor allem im Berufsverkehr. Bis zum September 2017 waren auf der Murr-Bahn nach Angaben des Verkehrsministeriums 5,6 Prozent der Züge ausgefallen. Auf der Rems-Bahn fielen 2,5 Prozent der Züge aus. Aufgrund der Ausfälle ist die Bahn im Rems-Murr-Kreis ca. 40.000 km nicht gefahren. Ein untragbarer Zustand“, findet Justizstaatssekretär Lange.  

Lange weiter: „Wir brauchen dringend einen zweigleisigen Ausbau der Murr-Bahn. Das wird zu erheblichen Fahrzeitverkürzungen führen. Eine weitere Verzögerung an dieser Stelle ist für die Region nicht akzeptabel. Umso erfreulicher ist nun die Hochstufung der Streckenführung über Backnang in den Vordringlichen Bedarf. Auch ist die Ertüchtigung der Rems-Bahn bis nach Nürnberg besonders wichtig für die Anbindung der Region an den Fernverkehr.“ 

Mit dem Schienenpakt wurde im Koalitionsvertrag festgelegt, dass bis 2030 doppelt so viele Bahnkundinnen und Bahnkunden gewonnen werden. 

Lange: „Heute haben wir dafür einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung getan. Angesichts der enormen Schadstoffbelastungen in unseren Innenstädten, gerade auch in Stuttgart oder Backnang, sind wir gut beraten, schnell in die konkreten Planungen einzusteigen und gemeinsam mit dem Land und der Deutschen Bahn den dringend notwendigen Ausbau voranzubringen. Nur durch einen attraktiven Regional- und Fernverkehr werden wir verlorenes Vertrauen von Bahnkundinnen und -kunden zurückgewinnen und mehr Pendler auf die Schiene bringen können“.

... zurück zur