Christian Lange MdB

Parlamentarischer Staatssekretär
beim Bundesminister der Justiz
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Sitzungswoche vom 19.06. - 23.06.2017

Topthema

Ausbildung in Pflegeberufen wird reformiert

Am 22. Juni hat der Bundestag das Pflegeberufegesetz beschlossen. Damit wird eine generalistische Pflegeausbildung eingeführt, die die drei Ausbildungsberufe in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege in einer dreijährigen Fachkraftausbildung zusammenführt. Eine gemeinsame Grundausbildung, bereitet auf einen Einsatz in allen Arbeitsfeldern der Pflege vor. In der praktischen Ausbildung sollen die Auszubildenden eine Vertiefung, zum Beispiel in der Pflege von Kindern und Jugendlichen, wählen. Am Ende der Ausbildung steht eine staatliche Abschlussprüfung zur Pflegefachfrau oder zum -fachmann. Die Absolventen können dann in der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege arbeiten. Ziel der Pflegeberufereform ist es, die Ausbildung breiter aufzustellen, um so den neuen Anforderungen gerecht zu werden und den Pflegeberuf auch für die Zukunft attraktiver zu machen.

In den parlamentarischen Verhandlungen haben sich die Koalitionsfraktionen darauf geeinigt, dass die Auszubildenden nach einer zweijährigen generalistischen Ausbildung wählen können, ob sie diese im dritten Ausbildungsjahr fortsetzen oder einen Abschluss als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/-pfleger oder als Altenpflegerin/-pfleger erlangen wollen. Einen Ab-schluss in der Krankenpflege wird es nicht mehr geben. Wenn bis Ende 2025 mehr als 50 Prozent den generalistischen Abschluss gewählt haben, sollen die Abschlüsse in der Kinder- und Altenpflege auslaufen.

Ein mittlerer Schulabschluss oder eine zehnjährige allgemeine Schulbildung soll die Voraus-setzung für eine Ausbildung zur Pflegekraft oder für die beiden separaten Abschlüsse sein. Hauptabsolventen können zur Pflegefachkraft ausgebildet werden, wenn sie zuvor eine Aus-bildung, zum Beispiel zur Pflegeassistenz, abgeschlossen haben. Die Pflegeausbildung ist künftig für alle Auszubildenden kostenfrei. Das war bislang nicht überall der Fall. Zusätzlich zur Pflegeausbildung wird es ein dreijähriges Pflegestudium zum Beispiel für besondere Leitungsaufgaben geben.

Der neue Ausbildungsberuf zur Pflegefachkraft soll voraussichtlich zum 1. Januar 2020 starten.

Das Wichtigste zusammengefasst: Künftig soll es eine generalistische (fachübergreifende) dreijährige Pflegeberufsausbildung geben. Die Auszubildenden können nach zwei Jahren generalistischer Ausbildung entscheiden, ob sie diese fortsetzen oder aber einen Abschluss in der Kinder- oder Altenpflege ablegen wollen. Der Besuch der Pflegeschulen soll bundeseinheitlich gebührenfrei sein. Zusätzlich soll es für besondere Leitungsaufgaben ein dreijähriges Pflegestudium geben.

Weitere Informationen und Details gibt es hier:

http://www.spdfraktion.de/themen/ausbildung-pflegeberufen-reformiert

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